Biel (Schweiz), 26. August 1999 - Die Swatch Group verzeichnete im ersten Halbjahr 1999 ein Umsatzwachstum allein im Fertiguhrenbereich von 9.2% und insgesamt von 6.7% auf CHF 1617 Mio sowie ein Gewinnwachstum von 8.6% auf CHF 139 Mio.
Aufgrund des stärkeren Wachstums der Konzernumsätze im Juli und der Prognosen für August wertet die Konzernleitung die Chancen für eine weitere positive Entwicklung des gesamten Jahres 1999 als gut.
Folgende Eckzahlen verdeutlichen diese Aussage:
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In Mio CHF |
1. Semester |
1. Semester |
Entwicklung |
1. Semester |
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Bruttoumsatz |
1617 |
1516 |
+ 6.7 % |
1516 |
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Betriebsergebnis |
175 |
172 |
+ 1.7 % |
172 |
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Ergebnis |
142 |
129* |
+ 10.1 % |
247 |
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Anteil der |
-3 |
-1 | |||
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Konzernergebnis |
139 |
128* |
+8,6% | ||
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Absatz von Uhren, |
43.3 |
56.0 |
- 22.7 % |
56.0 |
* ohne nicht realisierte Gewinne auf Swatch Group Aktien von CHF 118 Mio
Der Fertiguhrenbereich wuchs im ersten Halbjahr von CHF 1092 Mio um 9.2% auf CHF 1192 Mio. Alle Preissegmente verzeichneten eine positive Entwicklung. Dies ist umso erwähnenswerter, als die schweizerischen Uhrenexporte gemäss Zollstatistik im ersten Halbjahr einen leichten Rückgang um 0.1% auswiesen.
In Schweizer Franken ausgedrückt steigerte sich der Umsatz in Europa um knapp 5%, in den Märkten des Fernen Ostens inkl. Australien um 12.3% und in Nord- und Südamerika um 12.6%.
Uhren-, Uhrwerke- und Komponentenproduktion
In diesem Segment, das auch konzernfremde Abnehmer beliefert, verzeichnete die Gruppe im ersten Halbjahr einen Umsatzrückgang um CHF 81 Mio oder von 12.4%, von CHF 653 Mio auf CHF 572 Mio. Die Marktentwicklung bei Uhrwerken der tiefsten Preislage wirkte sich hier besonders negativ aus. Der Absatzrückgang um 12.7 Mio Stück oder 22.7% ist vornehmlich auf die Drosselung der Uhrwerkverkäufe in dieser Preislage auf dem Absatzmarkt Hongkong zurückzuführen. Die Preissituation für diese im Fernen Osten hergestellten Produkte entspannte sich bis Mitte Jahr deutlich. Trotzdem drosselte die Swatch Group ihre Produktion, um weitere Verluste zu vermeiden, dies inbesondere mit Rücksicht auf die nach wie vor grossen Lager, die aus den von den japanischen Mitbewerbern zu Tiefstpreisen lancierten Produktionsmengen stammen. Die Bereinigung dieser Situation dauerte länger als ursprünglich angenommen, sollte sich aber - nicht zuletzt wegen der angekündigten massiven Produktionsdrosselung und der gemeldeten grossen Verluste der japanischen Produzenten - in der zweiten Jahreshälfte wieder normalisieren. Zudem dokumentierten die Exportzahlen der gesamten schweizerischen Uhrenindustrie einen Rückgang der Bezüge der schweizerischen Werkkunden ausserhalb der Swatch Group. Die eingeleiteten Lagerabbaumassnahmen in gewissen Teilen des Konzerns lösten ebenfalls geringere Liefermengen des Uhrenproduktionsbereiches an die Fertiguhrenmarken aus.
Bereich der Elektronischen Systeme
Hier stieg der Umsatz im ersten Halbjahr 1999 um 5.5% von CHF 164 Mio auf CHF 173 Mio. Ohne den Einfluss der reduzierten Zulieferungen der Renata (Batterien) und der EM Marin (integrierte Schaltungen) für die Produktion und Vermarktung der im Fernen Osten und in der Schweiz abgesetzen Uhrwerke wäre der Umsatz in diesem Segment um 12.8% angestiegen.
Umsatz im Gesamten
Dank des starken Wachstums im Fertiguhrenbereich von CHF 100 Mio (9.2%) und trotz des Rückganges um CHF 81 Mio (-12.4%) in der Uhren-, Uhrwerk- und Komponentenproduktion steigerte sich der Umsatz der Swatch Group im ersten Halbjahr 1999 im Vergleich zur Vorjahresperiode um insgesamt 6.7% auf CHF 1617 Mio. Als Folge einer stabileren Währungslage beeinflussten die Währungsumrechnungen den Uhrenumsatz im Vergleich zum Vorjahr nur unmerklich um CHF 2.3 Mio oder +0.2 %.
Betriebsergebnis
Dank der starken Entwicklung im Kerngeschäft der Uhren erwirtschaftete die Gruppe in diesem Segment eine Steigerung des Betriebserfolges um knapp
50%.
Eine deutliche Einbusse erlitt der Produktionsbereich der Uhren, Uhrwerke und Komponenten. Hier wurde ein Verlust von rund CHF 10 Mio ausgewiesen. Gezielte Massnahmen zur Verbesserung der Rentabilität in diesem Sektor wurden eingeleitet und sollten Ende 1999 wirksam werden. Wegen der aus dem Uhrwerkgeschäft hervorgerufenen Umsatzeinbussen von Batterien und integrierten Schaltkreisen konnte im Bereich der elektronischen Systeme nur ein geringes Wachstum des Betriebserfolges verbucht werden.
Nach Ausklammerung der im Vorjahr rapportierten nicht realisierten Kursgewinne auf eigenen Aktien wuchs das Ergebnis aller konsolidierten Gesellschaften um 10.1%. Nach Berücksichtigung der Minderheitsanteile beträgt das Gewinnwachstum 8.6%.
Nach der Reduktion des Aktienkapitals durch Kapitalherabsetzung ergab sich für das erste Semester 1999 ein Gewinn pro Namensaktie von CHF 4.45 (CHF 3.90 für das erste Semester 1998) sowie CHF 22.27 pro Inhaberaktie (CHF 19.48 im ersten Semester 1998). Dies entsprach einer Steigerung von +14.10% pro Namensaktie, oder von +14.32% pro Inhaberaktie.
Per 30.6.1999 fiel ein Finanzertrag von CHF 14 Mio an. Dieser entwickelte sich angesichts des Börsen- und Zinsumfeldes im Vergleich zum Vorjahr unterproportional.
Die Absicherungskosten der Fremdwährungen beliefen sich auf CHF 4 Mio. Im neutralen Erfolg wurde ein Aufwand von CHF1 Mio verbucht, und die Steuerlast mit CHF 42 Mio abgegrenzt, was eine weitere Erhöhung der Steuerrate bedeutete.
Aussichten
Gemäss der aktuellen Beurteilung der Swatch Group deutet sich für die Entwicklung der Weltuhrenmärkte im zweiten Halbjahr eine Fortsetzung des positiven Umsatzwachstums für die Swatch Group an. Ferner erwartet die Gruppe, dass sich das Umfeld für Uhrwerke der untersten Preislage auf dem Absatzmarkt Hongkong in der zweiten Jahreshälfte weiter entspannen und sich das Geschäft mit den schweizerischen Werkkunden ebenfalls erholen wird.
Die Lancierung neuer Produkte der verschiedenen Uhrenmarken lässt im zweiten Halbjahr ein starkes Wachstum erwarten. Traditionsgemäss wird diese Periode aufgrund der umsatzstarken Monate und des Weihnachtsgeschäftes Um Umsatz und Resultat stärker ins Gewicht fallen.
Die Ausbaupläne im Bereich der aufladbaren Batterien für Mobiltelefone (Renata) kommen programmgemäss voran und werden sich voraussichtlich in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres 2000 auf die weitere Umsatzentwicklung auswirken. In anderen Tätigkeitsbereichen - wie bei EM Marin und Micro Crystal, die über gefüllte Auftragsbücher verfügen - können derzeit nicht alle Bestellungen fristgerecht ausgeliefert werden. Hier werden zusätzliche Investitionen getätigt, um die Kapazitäten auszubauen, was weiter zur positiven Entwicklung beitragen wird. Unter der Voraussetzung von heute bekannten Währungs- und Konjunkturverhältnissen wird deshalb insgesamt von einer weiteren Verbesserung der Swatch Group Resultate im Vergleich zum Vorjahr ausgegangen.
Weitere Informationen
Die Swatch Group plant, an den folgenden Daten über den weiteren Geschäftsgang zu informieren. Die genauen Daten werden rechtzeitig bestätigt und sind auch auf unserer Website www.swatchgroup.com einzusehen:
· Umsatzzahlen 1999 2. Hälfte Januar 2000
· Eckdaten des Jahresabschlusses 1999 16. März 2000
· Bilanz-Pressekonferenz 03. Mai 2000 vormittags
· Analysten-Konferenz 03. Mai 2000 nachmittags
· Generalversammlung 23. Mai 2000
· Halbjahreszahlen 1. Semester 2000 29. August 2000
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