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Swatch Group Biel – Erste Resultate 1998 - Dividende

Biel, 25. Februar 1999 - Die Swatch Group weist trotz des schwierigen Umfelds im Jahr 1998 ein positives Umsatzwachstum von 9,0% in Lokalwährungen und von 7,1% in Schweizerfranken aus. Das Betriebsergebnis ist um 8.3% auf CHF 442 Mio. angestiegen (im Vorjahr CHF 408). Das Konzernergebnis beläuft sich auf CHF 357 Mio. oder 11.2% des Nettoumsatzes (im Vorjahr CH 332 Mio.).

   

1998

1997

Entwicklung

Absatz Uhren, Werke, Schrittschaltmotoren

In Mio. Stk

118.8

116.1

+2.3%

Bruttoumsatz in Lokalwährungen

CHF Mio.

3328

3053

+9.0%

Währungseffekt

CHF Mio.

-59

 

-1.9%

Bruttoumsatz

CHF Mio.

3269

3053

+7.1%

Nettoumsatz

CHF Mio.

3178

2970

+7.0%

Betriebserfolg

- in % des Bruttoumsatzes

- in % des Nettoumsatzes

CHF Mio.

442

13.5

13.9

408

13.3

13.7

+8.3%

Betrieblicher Cash Flow

- in % des Bruttoumsatzes

- in % des Nettoumsatzes

CHF Mio.

626

19.2

19.7

596

19.5

20.1

+5.0%

- in % des Bruttoumsatzes

- in % des Nettoumsatzes

CHF Mio.

10.9

11.2

10.9

11.2

+7.5%

Cash Flow

- in % des Bruttoumsatzes

- in % des Nettoumsatzes

CHF Mio.

541

16.6

17.0

520

17.0

17.5

+4.0%

Dividende in %

 

21

20.0

 

Angaben pro Namensaktie zu CHF 10 nom. *)

1998

in CHF

1997

in CHF

EBIT

29.74

27.14

EBITDA

42.13

39.65

EPS

10.86

10.00

Cash Flow per share

16.46

15.70

Dividende

2.10

2.00

Angaben pro Inhaberaktie zu CHF 50 Nom. *)

   

EBIT

122.98

112.73

EBITDA

174.18

164.67

EPS

54.32

50.10

Cash Flow per share

82.32

78.50

Dividende

10.50

10.00

*) vor Reduktion der seit Juni 1998 zurückgekauften Aktien im Rahmen des Aktienrückkaufsprogrammes auf der 2. Handelslinie, d.h. 809`000 Namensaktien zu CHF 10 nom. und 167`550 Inhaberaktien zu CHF 50 nom.

Pro Memoria: ausstehende Aktien der Swatch Group per 31.12.98, vor Herabsetzung des Kapitales: 14`890`000 Namensaktien zu CHF 10 nom. und 3`594`000 Inhaberaktien zu CHF 50 nom.

Der Absatz an Uhren, Werken und Schrittschaltmotoren wurde um 2.3% ausgeweitet. Dabei ist zu erwähnen, dass der Absatz an Uhrwerken an Dritte rückläufig war. Dieser Rückgang stammt vorwiegend aus den in Hongkong vermarkteten Werken, die einem beträchtlichen, durch die japanischen Hersteller ausgelösten Preisdruck ausgesetzt waren. Allerdings konnte der Uhrenabsatz auf den Weltmärkten trotz aller Schwierigkeiten einmal mehr substantiell gesteigert werden.

Die negativen Währungseffekte in der Umrechnung der in den Vertriebsgesellschaften realisierten Umsätze betragen gegenüber den Vorjahreskursen in Asien CHF 43 Mio., in Europa CHF 13 Mio. und auf dem amerikanischen Kontinent CHF 3.2 Mio.

Die Gruppe hat in Fortsetzung ihrer Strategie auch im vergangenen Jahr wesentliche Beträge in neue Produkte, Maschinen und Produktionsanlagen wie auch in die Forschung und Entwicklung investiert.

Im Uhrenbereich weisen trotz negativem Kaufverhalten alle strategisch wichtigen Marken ein Wachstum auf. Das Luxus- und obere Preissegment erfreut sich dank der hervorragenden Entwicklung bei Omega und einem guten Ergebnis bei Blancpain eines starken Wachstums und damit auch eines weiteren Marktanteilsgewinnes, während Rado in verschiedenen asiatischen Märkten die dortige Krise stärker verspürte und im Vergleich zum Vorjahr einen kleinen Umsatzrückgang ausweist.

Im mittleren Preissegment steigerten sich die Umsätze der Tissot überdurchschnittlich, und die im November 1997 lancierten Produkte der cK Watches erlebten einen herausragenden Markterfolg.

Im unteren Preissegment trug auch die Swatch massgeblich zum Wachstum des Konzernumsatzes und -ergebnisses bei. Im Rahmen der Verstärkung ihres Distributionsnetzes insbesondere in den USA übernahm Swatch anfangs dieses Monats die sechs Verkaufspunkte der Firma Borsack aus Las Vegas (Nevada, USA). Unter diesen Verkaufspunkten befinden sich die Swatch Shops in Las Vegas, Salt Lake City, Orange County und Waikiki. Ausserdem wurden kürzlich zwei neue Swatch Stores in New York eröffnet (Upper West Side und Manhattan). An der Westküste der USA sind für diesen Sommer drei neue Swatch Verkaufspunkte geplant. Dank dieser Verstärkung der Distribution in eigenen Swatch-Verkaufspunkten und der ungebrochenen Innovationskraft sowie der Lancierung neuer zukunftsgerichteter Produkte setzt Swatch ihren einmaligen Markterfolg fort. Die zusammen mit der neuen Internet-Zeit lancierten digitalen Swatch Uhren "Swatch Beat" finden bereits nach den ersten Monaten ihrer Lancierung reissenden Absatz. Bedeutende Universitäten wie z.B. das MIT in Boston anlässlich einer internationalen Jugendtagung über Informatik, verwenden die Internet Zeit bereits seit November 1998.

Im Bereich der Uhren-, Uhrwerke- und Uhrenkomponenten-Herstellung schwächte sich das in den ersten Monaten des Jahres 1998 verzeichnete Wachstum gegen das Jahresende ab. Dazu hat vor allem der starke Preisdruck auf den in Hongkong verkauften elektronischen Werken aus unserer Fernost-Produktion beigetragen.

Damit mussten die Vorteile der Produktion für Asien in Thailand, Malaysia und China zum grossen Teil in Form von tieferen Verkaufspreisen (von unter CHF 1.00/Werk) an den asiatischen Markt weitergegeben werden.

Der Konzern entwickelte sich im Bereich der Elektronischen Systeme erneut sehr positiv und verzeichnete dank einer weiteren Ausdehnung der Umsätze bei EM Marin und anderer Einnahmen in diesem Bereich eine ausgezeichnete Entwicklung.

Nach geographischen Gesichtspunkten erzielte die Swatch Group in Europa eine Steigerung von über 8% in Lokalwährung und fast 7% in Schweizerfranken. In Asien sind die Umsätze in Lokalwährung um ca. 2% gewachsen, aufgrund der Währungsrelationen jedoch in Schweizerfranken um ca. 5% gesunken. Positiv, in Lokalwährungen, entwickelten sich in Asien die Märkte Japan (+11%), China (+7%) und Australien (+28%). Die für die Swatch Group eher kleineren Märkte Malaysia, Thailand und Südkorea waren stark rückläufig.

Auf dem amerikanischen Kontinent erarbeitete die Gruppe ein Wachstum von 8% in Lokalwährung resp. 7% in Schweizerfranken.

Trotz der negativen Einflüsse der Währungen und dem Druck auf die Margen bei den im Fernen Osten abgesetzten Werken erzielte die Swatch Group ein weiteres Wachstum des Betriebserfolges um 8.3%. Das Konzernergebnis wuchs um 7.5% an, wobei die Steuerrate des Konzerns von 16% im Vorjahr auf 18% des Gewinnes vor Steuern anstieg.

Der Verwaltungsrat hat in seiner Sitzung vom 24.2.99 beschlossen, der Generalversammlung der Aktionäre vom 23. Juni 1999 eine Dividende von 21% (im Vorjahr 20%) vorzuschlagen.

Ausblick

Die Swatch Group erzielte im schwierigen Umfeld des Jahres 1998 trotz der Krisen in Asien, in Russland und in Südamerika, trotz der Börsenkorrekturen und anderer unerwarteter Einflüsse ein kontinuierliches, solides und beachtliches Resultat. Die Gruppe erntet erneut die Früchte der seit Jahren konsequent verfolgten Strategie des langfristigen Wachstums, das sich auf eine starke und innovative industrielle High-Tech Basis stützt und durch stete Entwicklung und Lancierung neuer Produkte verwirklicht wird.

Vor diesem Hintergrund sind die Voraussetzungen geschaffen, auch im angelaufenen Jahr unsere Stellung auf den Weltmärkten mit den Hauptuhrenmarken weiter auszubauen und durch die geplanten Entwicklungen im Produktebereich systematisch zu unterstützen. Bei einer Stabilisierung der Währungen und der deutlichen Beruhigung an der Preisfront der elektronischen Werke in Hongkong plant der Konzern ein weiteres Wachstum von Umsatz und Gewinn. Gleichzeitig werden die eingeleiteten Projekte insbesondere auf dem Nicht-Uhrensektor für die Gebiete der Computer und Mobilen Telefonie durch Investitionen im Jahre 1999 unterstützt und auf eine neue Dimension des Wachstums in den nachfolgenden Jahren vorbereitet. Diese Projekte betreffen vorwiegend die Bereiche der Batterie-Produktion der Renata sowie die Verwirklichung unserer ambitiösen Ziele im Sektor der Mikroelektronik bei EM Marin, Micro Crystal und Oscilloquartz. In diesem Zusammenhang verstärkte die Swatch Group 1998 ihre Position als Komponentenlieferantin für die mobile Telefonie massiv.

Dank der ausgezeichneten Stellung in der eigenen Distribution in den wichtigsten Weltmärkten kann die Gruppe schnell auf eintretende Veränderungen reagieren und ihre Möglichkeiten durch die Nähe zu unserer Kundschaft weiter festigen und ausbauen. Die Umsätze in den ersten Wochen des Jahres 1999 scheinen die Fortsetzung des Wachstumstrendes zu bestätigen.

Detaillierte Informationen zum Jahresabschluss werden nach Publikation des Geschäftsberichtes verfügbar sein und der Presse wie auch den Finanzanalysten in einer auf den 3. Juni 1999 geplanten Konferenz vorgestellt werden.

 

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