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Swatch Group – Im Jahr 2000 erstmals über 4 Milliarden Umsatz

Die Swatch Group hat mit einem Umsatzwachstum von 17.6 % gegenüber dem Vorjahr erneut ein Rekordergebnis erzielt. Dank der besseren Konsumentenstimmung in Europa, der kräftigen Erholung der fernöstlichen Märkte und der im Verlaufe des Jahres 2000 wachsenden US-Wirtschaft sowie einer Verstärkung der Gruppe in allen Märkten wuchs der Umsatz erstmals in der Geschichte der Swatch Group auf über CHF 4,26 Miliarden.

Zu diesem Wachstum haben alle Bereiche der Gruppe entscheidend beigetragen. Besonders hervorzuheben ist, dass die Swatch Group trotz der starken Vergleichsbasis des zweiten Halbjahres 1999 ein zweistelliges Wachstum realisierte.

Bruttoumsatz in Mio CHF

1999

2000

Wachstum

   

Fertiguhrenbereich
(davon Luxusuhren
allein deutlich über + 30 %)

2,729

3,120

+ 14.3%

   

Uhrenproduktion

1,190

1412

+ 18.7%

   

Elektronische Systeme

377

468

+ 24.1%

   

Zentrale Dienste

12

47

Konsolidierung

(682)

(784)

TOTAL

3,626

4,263

+ 17.6%

   
 

Absatz Uhren, Werke und
Schrittmotoren
in Mio Stück:

103.5

112.3

+8.5%

   

Trotz Abschwächung des Währungseffektes gegen das Jahresende auf deutlich unter 4 % vom Jahresumsatz konnte das vom Swatch Group Management verfolgte Ziel einer Jahreswachstumsrate von rund 18 % erreicht werden.
Durch das starke Umsatzwachstum im Jahre 2000 wird die Messlatte erneut markant heraufgesetzt, doch die Gruppe ist dank der hervorragenden Ausgangslage zuversichtlich, im Jahr 2001 die hochgesteckten Ziele zu erreichen.

Die im Wachstum und Aufbau befindliche Distributionsstruktur (Retail und Wholesale), der Ausbau im Segment der elektronischen Systeme (Kapazitätserweiterungen) sowie die weiterhin starke Nachfrage nach Fertiguhren und Uhrwerken vor allem der höheren Preiskategorien lässt je nach Währungssituation eine weitere Umsatzsteigerung im Bereich von 10 – 15 % für das Jahr 2001 erwarten.

FERTIGUHREN:
Bruttoumsatz im Jahr 2000: CHF 3,120 Mio
(Vorjahr CHF 2,729 Mio) + 14.3%
Der Umsatz im Segment der Fertiguhren konnte trotz der besonders hohen Vergleichsbasis für das zweite Semester 1999 im Jahresvergleich auf +14.3% gesteigert werden.

Als treibende Kraft mit einem Wachstum von über 30 % wirkten die Marken des wichtigen obersten Luxussegmentes (ohne Rado und Longines miteinzurechnen). Durch ein neues Management, Neuerungen sowohl in Produkt wie Kommunikation hat sich die Marke Breguet überdurchschnittlich stark entwickelt. Auch Blancpain weist ein ausserordentliches Wachstum auf. Neu zu diesem Segment ist Glashütte-Original gestossen. Alle Marken haben sich hervorragend entfaltet, wobei der anhaltende grosse Erfolg von Omega besonders hervorzuheben ist. Die erfolgreiche Eröffnung des ersten Omega-Mono-Markengeschäftes an der Bahnhofstrasse in Zürich hat einmal mehr die Stärke und das Potential dieser Marke gezeigt.
Longines hat sich dank Erneuerungen im Produkte- und Kommunikationsbereich ebenfalls sehr positiv entwickelt. Rado weist wie üblich ein solides stetiges Wachstum aus.

Das mittlere Segment konnte ebenfalls eine zweistellige Wachstumsrate verbuchen. Hier hat vor allem die Marke Tissot kräftig zugelegt.

Im Basis-Marktsegment haben vor allem die Verkäufe über die Swatch Stores eine gute Wachstumsrate erzielt. Währenddem sich die Verkäufe in Teilen des übrigen Verkaufsnetzes von Westeuropa leicht abgeschwächt haben, weisen alle anderen Märkte Wachstum auf.
Die gegen Ende Jahr zur grösseren Lancierung geplanten Swatch-Produkte wie Skin Chrono und Square mussten wegen der überdurchschnittlichen Belastung des Produktionsapparates etwas verschoben werden, womit sich dieser Umsatzanteil erst im laufenden Jahr realisieren lässt. Weiterhin wurde die Produktion der tiefpreisigen Lanco-Uhren und Teile der Private Label Produkte gedrosselt, um freie Kapazitäten für die Konzentration auf die Swatch-Produktion, das Luxus- und obere Segment zu schaffen. Auch der Umsatz an Swatch-Telecom-Produkten hat an Bedeutung verloren.
Der punktuelle und gezielte Aufbau von eigenen Retailstrukturen, die Lancierung der e-commerce-Plattform der Swatch in den USA im Frühling 2001, der schrittweise Ausbau des Schmuckbereiches unter den Marken Breguet, Swatch, Omega und Léon Hatot sowie die weitere systematische Integration der Marken Breguet und Glashütte-Original in die eigenen Vertriebsstrukturen (Glashütte-Original wurde bis zur Uebernahme fast ausschliesslich in Deutschland und Oesterreich vertrieben und wird daher stark von der internationalen Ausrichtung der Swatch Group profitieren) werden die ansprechenden Ziele der Gruppe für das Jahr 2001 zusätzlich positiv beeinflussen.

UHREN-, UHRWERKE- & KOMPONENTENPRODUKTION
Bruttoumsatz im Jahr 2000: CHF 1,412 Mio
(Vorjahr CHF 1,190 Mio) + 18.7 %
Davon Dritte CHF 727 Mio
(Vorjahr CHF 575 Mio) + 26.4 %
Der mit grosser Anstrengung anvisierte Turnaround in diesem Segment konnte auf eindrückliche Weise realisiert werden (Umsatzsteigerung + 18.7%).

Vor allem der Bereich des gehobenen Preissegmentes hat sich sowohl bei den mechanischen wie bei den elektronischen Werken einer starken Nachfrage erfreut, währenddem im Tiefpreissegment bei einigermassen stabilem Preisniveau nur ein geringes Wachstum angestrebt und realisiert wurde.

Durch Ausbauprojekte mit einem beachtlichen Teil des von der Gruppe im letzten Sommer mitgeteilten Investitionsprogrammes in die Erweiterung und Modernisierung der Kapazitäten sowie in Rationalisierung der Prozesse wird geplant, die zur Zeit bestehende starke Nachfrage nach Werken und Komponenten zu befriedigen.
Auch in der Komponentenfertigung wurden Fortschritte in der Rationalisierung und Umsatzentwicklung erzielt. Favre & Perret erzielte ein markante Steigerung in der Goldschalenproduktion für Uhren der obersten Preisklasse, sowohl bei Lieferungen innerhalb der Gruppe als auch an Dritte. Unser Spiralenfabrikant Nivarox-Far weist ebenfalls ein gutes zweistelliges Wachstum auf und wird dank der Realisierung von Investitionsprogrammen besser in der Lage sein, auf die markant angestiegene Nachfrage zu reagieren.Positive Auswirkungen zeigt auch die Bündelung der Kräfte im Bereich der Endmontage aller unserer Marken bei der Gesellschaft Swatch Group Assembly. Die erstmals konsolidierte Zeigerfabrik Universo wird gegenwärtig einer tiefgreifenden Modernisierung mit Rationalisierungsinvestitionen unterzogen, was in der nächsten Zukunft positive Auswirkungen zeigen und diese Einheit aus den Verlusten deutlich in die Gewinnzone bringen wird.

Die Auftragsbücher der Firmen ETA, Nouvelle Lémania und F. Piguet sind für das Jahr 2001 mehr als gut gefüllt. Bei gewissen Produktesparten der ETA sowie bei der ganzen Produktepalette bei Nouvelle Lémania und F. Piguet übersteigen die Bestellungen die gegenwärtigen Produktionskapazitäten für das laufende Jahr bei weitem. Auch hier sind die Detailplanungen und bereits erste Realisierungen von Ausbauprojekten in vollem Gange.

ELEKTRONISCHE SYSTEME
Bruttoumsatz im Jahr 2000 CHF 468 Mio
(Vorjahr CHF 377 Mio) + 24.1 %
Davon Dritte CHF 412 Mio
(Vorjahr 320 Mio) + 28.8 %

Der Umsatz im Bereich der elektronischen Systeme konnte auch im Jahre 2000 markant gesteigert werden. EM Marin mit den vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten im Low Power / Low Voltage Bereich mit über 70 % Verkaufsanteil an Dritte, Lasag, welche von einer grossen Nachfrage von Industrielaserapplikationen profitiert und auch Oscilloquartz konnten ihre Umsätze kräftig ausbauen. Dank der starken Positionierung in vielen verschiedenen Märkten, speziell auch ausserhalb des Mobiltelefonmarktes, und aufgrund unserer modernen industriellen Verankerung in der Mikroelektronik können hier weitere Ausbauschritte durch gezielte Investitionsprogramme und Akquisitionen unterstützt werden.
Micro Crystal hat von der grossen Nachfrage der Mobiltelefonhersteller profitiert. Nach neueren Prognosen zeichnet sich hier eine gewisse Verlangsamung des Wachstums ab.
Nach den starken Veränderungen in der Mobiltelefonie ist bei Renata eine zeitliche Verzögerung im Projekt der Lithium-Ionen-Batterien eingetreten, welche gewisse Anpassungen im Produktkonzept und den Produktionsmitteln erforderlich machte. Der Projektplan wurde entsprechend überarbeitet und auf eine neue Planachse gestellt. In der Folge hat der Umsatz bei Renata stagniert.

GEWINNERWARTUNGEN 2000
Wir erwarten trotz einiger weniger oben erwähnter Schattenseiten und Problemfelder beim Betriebsergebnis sowie beim Nettoergebnis für das Jahr 2000 Rekordabschlusszahlen, die markant über dem Vorjahr liegen und substantielle und wesentlich grössere Steigerungsraten als jene des Umsatzes aufweisen, womit die Kraft, die Vielfältigkeit und die Ausgewogenheit des Konzerns zum Ausdruck kommen.

GEPLANTE NAECHSTE WICHTIGE DATEN
16. März 2001
Eckdaten des Jahresabschluss 2000
mit anschliessender Telefonkonferenz für Finanzanalysten
2. Mai 2001
vormittags: Bilanz-Pressekonferenz
nachmittags: Analysten-Konferenz
22. Mai 2001
Generalversammlung
25. Mai 2001
Ex-Dividende
Ende August 2000
Halbjahreszahlen – 1. Semester 2001
mit anschliessender Telefonkonferenz für Finanzanalysten

 

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