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Swatch Group: Verbesserter Bruttoumsatz 2008 in einem herausfordernden Umfeld

  • Der Umsatz mit Uhren und Schmuck stieg 2008 zu konstanten Wechselkursen um weitere +6.6% (in CHF um +1.8%), nach einem enorm starken Wachstum im Jahr 2007 gegenüber 2006.
  • Der Bruttoumsatz des Gesamtkonzerns nahm 2008 in Lokalwährungen um 4.3% zu, in Schweizer Franken um 0.4% auf CHF 5 966 Mio., trotz Veräusserungen von Automobilkomponenten-Herstellern im Bereich des Segments Elektronische Systeme sowie Währungseinbussen von CHF 233 Mio.
  • Das Kerngeschäft des Konzerns, die Segmente Uhren & Schmuck sowie Produktion, ohne Elektronische Systeme, verzeichnete eine Steigerung um 6.5% zu konstanten Wechselkursen und um 2.2% in CHF.
  • Solides Wachstum im Segment der Produktion von Uhren, Werken und Komponenten. Hier stieg der Bruttoumsatz zu konstanten Wechselkursen um 7.7%, bzw. in Schweizer Franken um 7.5% auf CHF 1 810 Mio.
  • Verringertes Engagement im Segment der Elektronischen Systeme nach Veräusserungen und einem sehr herausfordernden Marktumfeld, was einen Umsatzrückgang um insgesamt -15.9% zur Folge hatte.
  • Vorsichtige, aber nicht pessimistische Prognosen für die nächsten Monate, aufgrund anhaltender finanzieller Turbulenzen. Eine katastrophale Entwicklung wird jedoch nicht erwartet. Ein Rückgang in den ersten drei bis vier Monaten gegenüber dem sehr starken Vorjahr deutet auf eine durchaus zu bewältigende Rezession hin. Für 2009 wird ein leichter Anstieg des Konsums und der Umsätze gegenüber 2008 erwartet, wegen einer voraussichtlichen Erholung in der zweiten Hälfte des Jahres 2009.

Überblick Gesamtkonzern

Nach einem viel versprechenden Start in das Jahr 2008 mit einem weiteren kräftigen Wachstum gestaltete sich das Berichtsjahr herausfordernder. Die Turbulenzen und enormen Vermögensvernichtungen an den weltweiten Finanzmärkten beeinflussten die Wirtschaftslage in vielen Ländern. Sie zogen vorsichtige Reaktionen hauptsächlich auf Grosshandelsebene nach sich, und in einigen Regionen der Welt schlug sich dies in den letzten zwei Monaten des Jahres 2008 in einem spürbaren Rückgang der Nachfrage nach Uhren nieder.

Trotz dieser schwierigen und aussergewöhnlichen Umstände konnte die Swatch Group ihren Bruttoumsatz zu konstanten Wechselkursen insgesamt um 4.3% steigern. Die Wechselkurse waren extrem volatil und belasteten den Konzernumsatz letztlich mit insgesamt CHF 233 Mio oder -3.9%. Insbesondere der Euro und das britische Pfund, aber auch der USD und andere Dollar-verbundene Währungen schwächten sich gegenüber dem Schweizer Franken beträchtlich ab. Nur der Yen gewann 2008 wieder etwas an Boden.

Der Bruttoumsatz von CHF 5 966 Mio übertraf das Rekordergebnis des Vorjahres nach einer Periode mit sehr starkem Umsatzwachstum zwischen 2006 und 2007. Damit wurde in einem Zeitraum von zwei Jahren ein Wachstum von 22% erzielt. Einmal mehr waren die Segmente Uhren & Schmuck sowie Produktion, d.h. das Kerngeschäft des Konzerns, die wichtigsten treibenden Wachstumsfaktoren.

Die strategische Entscheidung zur Reduktion des Engagements in nicht zum Kerngeschäft zählenden Aktivitäten wie Komponenten für die Automobilindustrie, welche bereits 2007 getroffen wurde, erwies sich als weiser und zeitgemässer Schritt. Das Segment Elektronische Systeme litt unter den schwierigen Marktbedingungen in anderen Bereichen wie der Telefon-, Automobil- und Machinenindustrie.

Ausblick 2009

Der Verwaltungsrat und die Konzernleitung stehen voll und ganz hinter der klaren und gesunden Wachstumsstrategie des Konzerns, gekennzeichnet durch die breite geographische Präsenz in allen wichtigen Märkten der Welt, die einmalige Positionierung in sämtlichen Marktpreissegmenten und die Abstützung auf die in hohem Mass integrierten Produktions- und Produktentwicklungsressourcen, verbunden mit dem innovativen Forschungs-, Entwicklungs- und technischen Know-how. Darüber hinaus verfügt der Konzern über ein sehr umfassendes und effizientes Vertriebssystem in allen wichtigen Weltmärkten, mit eigenem lokalen Management nahe an den Endkonsumenten.

Die solide Bilanz und die bisherigen Erfahrungen in schwierigeren Marktbedingungen sind weitere wichtige Vorteile in dieser Zeit. Im Laufe der Jahre hat der Konzern zudem ein ausgeprägtes Kostenbewusstsein entwickelt und geschärft. Mit dynamischen und proaktiven Entscheidungen erfolgt eine rasche Anpassung an neue Umstände, Bedingungen und Opportunitäten.

Die Unternehmensleitung rechnet zwar mit einem herausfordernden Umfeld, insbesondere in den ersten Monaten des Jahres 2009, geht aber davon aus, dass das weltweite Vertrauen im zweiten Halbjahr wieder hergestellt werden kann. Daher wird gemäss unseren realistischen Erwartungen und Planungen ein bescheidenes Wachstum im Jahr 2009 gegenüber 2008 erwartet. Der Konzern wird interessante Chancen zur Eroberung von Marktanteilen und zur weiteren Stärkung seiner globalen Präsenz zu nutzen wissen.

Diese fundamentale Zuversicht und die langfristige Perspektive des Konzerns werden durch die tägliche Verfolgung der anhaltenden Nachfrage in unseren eigenen Einzelhandelsgeschäften sowie des aktuellen Auftragsbestandes unterstützt. Der Umsatz im Januar 2009 und der Auftragseingang für Februar und März bestätigen die stetige Verbesserung in jedem Monat gegenüber dem Trend vom November und Dezember 2008. Es gilt zu beachten, dass die ersten Monate 2009 mit extrem erfolgreichen ersten Rekordmonaten des Jahres 2008 zu vergleichen sind.

Schlüsselzahlen Umsatz 2008 (622 KB)

 

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