Klimastrategie
Roadmap Treibhausgas-Reduktion
Im Vergleich zu anderen Branchen verursacht die Uhrenindustrie geringe direkte (Scope 1) und indirekte Treibhausgas-Emissionen im Zusammenhang mit der Energiebeschaffung (Scope 2).
Dennoch setzt die Swatch Group alles daran, nicht nur ihre direkten Emissionen zu senken, sondern auch diejenigen, die sowohl vor- als auch nachgelagert über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg anfallen (Scope 3).
Ziel der Swatch Group ist es, bis 2050 klimaneutral in den Scopes 1 und 2 zu werden, wobei sich der Konzern für 2030 und 2040 Zwischenziele für Scope 1 und Scope 2 gesetzt hat. Ein Ziel sowie Zwischenziele für Scope 3 werden bekanntgegeben, sobald ein konkreter Aktionsplan publiziert werden kann.
Ziele und Massnahmen zur Treibhausgasreduktion
| Scope 1 | Ziel | Massnahmen |
| Stationäre Verbrennung |
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| Mobile Verbrennung |
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| Prozesse und Kältemittel |
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| Scope 2 | Ziel | Massnahmen |
| Strom |
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| Fernwärme |
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| Scope 3 | Ziel | Massnahmen |
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Absenkpfad für Scope 3
Ein Absenkpfad für die Scope-3-Emissionen ist aktuell in Entwicklung in Bezug auf zwei Faktoren. Einerseits soll die Datenqualität erhöht werden, um die Prioritäten besser ermitteln zu können, und andererseits werden mit konkreten Projekten und Massnahmen die Emissionen kontinuierlich reduziert. Auch für die Scope-3-Emissionen verfolgt die Swatch Group die Strategie, die tatsächlichen Emissionen zu senken.
Im Jahr 2025 wurden weitere umfangreiche Analysen durchgeführt, um die Messung der Scope-3-Emissionen zu verbessern, insbesondere der Kategorie 1, die am stärksten zur CO2-Bilanz beiträgt. So wurde die Beschaffung von Materialien, Komponenten und Dienstleistungen seitens der Konzerngesellschaften analysiert, um unter Berücksichtigung von Emissionsfaktoren auf Basis der Aktivitätsdaten in allen Bereichen, in denen dies sinnvoll ist, Berechnungsmodelle zu erstellen. Dadurch kann der Konzern seine Emissionen genauer bestimmen und vor allem Pläne für messbare Massnahmen erarbeiten und umsetzen sowie den Weg zur Erreichung der Reduktionsziele genauer definieren.
Mithilfe dieser Arbeit will der Konzern seine Scope-3-Emissionen mit den Pariser Klimazielen in Einklang bringen, indem er eine realistische, wissenschaftlich fundierte Roadmap erstellt.
Klimabedingte Chancen und Risiken
Kurz- bis mittelfristig muss die Swatch Group Übergangsrisiken bewältigen. Diese Risiken können je nach Umsetzung des Pariser Abkommens durch die Staaten stark variieren. Im Zuge der Umstellung kann es zu Kostensteigerungen in den Bereichen Betrieb und Beschaffung kommen. Langfristig könnten physische Risiken eine grössere Gefahr für die Beschaffung von Rohmaterial darstellen.
Veränderungen bei Angebot und Nachfrage, da Konsumenten nachhaltige Alternativen bevorzugen, können sowohl als Chance als auch als Risiko gesehen werden.