Soziales

GRI Angaben 103–2, 103–3

Mitarbeitende, Diversität und Chancengleichheit

Die Swatch Group ist ein multinationales Unternehmen mit weltweit über 30 000 Mitarbeitenden und eigenen Niederlassungen in rund 40 Ländern, das in mehr als 160 Länder verkauft und einen weltweiten Kundenstamm hat. Die Mitarbeitenden stammen aus verschiedensten Ländern und gehören unterschiedlichen Ethnien, Religionen, sexueller Orientierung oder sozialem Status an. In jeder Unternehmenseinheit gibt es eine interkulturelle Mischung von Menschen mit den unterschiedlichsten Hintergründen, Bildungsniveaus, Fähigkeiten und Talenten. Das Leben dieser Vielfalt und die Integration in ein grösseres Ganzes, der Swatch Group Familie, ist essentiell für das Gelingen des Unternehmens.

Respekt, Fairness und Gleichbehandlung sind die Grundregeln innerhalb der Belegschaft, und ein zentraler Erfolgsfaktor für die Matrixorganisation der Swatch Group. Darüber hinaus wird die Offenheit und Transparenz von Informationen im gesamten Unternehmen gefördert. Mitarbeitende und Anspruchsgruppen wissen, dass der Konzern in den Erhalt von Arbeitsplätzen sowie Gesundheit und Wohlbefinden der Mitarbeitenden investiert, auch in Krisenzeiten. Nach einem aufgrund verschiedener Faktoren komplizierten Jahr 2020 war das Jahr 2021 geprägt von der Fähigkeit der Mitarbeitenden und Organisation, sich an eine «neue Normalität» anzupassen, inklusive der Einhaltung der nötigen Hygienemassnahmen. Dank der erhöhten Produktivität ihrer Unternehmen war die Swatch Group in der Lage, pragmatisch und effizient auf die gestiegene Nachfrage zu reagieren. Dies ist dem Talent und Know-how der Belegschaft zu verdanken. 

Swatch Group overview

Diversität 

Die Swatch Group bekennt sich zur Förderung der Diversität der Mitarbeitenden und insbesondere zur Erhöhung des Frauenanteils in Managementpositionen. Der Frauenanteil in der Gesamtbelegschaft lag per Ende 2021 bei rund 50%, in Managementpositionen bei 37%, wobei der Anteil beim Lower Management überproportional hoch ist. Da Kaderstellen überwiegend intern rekrutiert werden, sind die Voraussetzungen gegeben, den Frauenanteil in höheren Managementpositionen langfristig nachhaltig zu erhöhen. 

 

GRI Angabe 405–2

Equal Pay

67% der Belegschaft wird durch Lohngleichheitsanalysen erfasst (Schweiz: 98%, International: 34%). Eine gruppenweite Analyse der unerklärten geschlechterspezifischen Lohndifferenzen ist in Arbeit. Die Ergebnisse werden in den Folgejahren publiziert.

 

GRI Angabe 405–1

Diversität in Kontrollorganen und Belegschaft

 

Head count < 30
Jahre
30–50
Jahre
> 50
Jahre
Frauen Männer Total
Verwaltungsrat 0 1 5 2 4 6
In % 0% 17% 83% 33% 66%  
Konzernleitung 0 1 8 1 8 9
In % 0% 11% 89% 11% 89%  
Oberes Management 1 1 310 199 124 386 510
In % 0% 61% 39% 24% 76% 2%
Mittleres Management 2 44 1,009 362 502 913 1,415
In % 3% 71% 26% 35% 65% 4%
Unteres Management 3 168 2,278 730 1,261 1,915 3,176
In % 5% 72% 23% 40% 60% 10%
Total management       1,887 3,214 5,101
In %       37% 63%  
Ohne Managementfunktion 5,005 16,096 5,242 13,910 12,433 26,343
In % 19% 61% 20% 53% 47% 84%
Total 2021 5,218 19,692 6,534 15,797 15,647 31,444
In % 17% 62% 21% 50% 50% 100%

 

 

1. Landes CEO/Manager und Geschäftsleitung.
2. Alle direkt dem oberen Management unterstellten Führungskräfte.
3. Alle weiteren Führungskräfte (mind. ein unterstellter Mitarbeitender).

Werte per 31.12.2021.

GRI Angaben 103-2, 103-3, 403-1

Arbeitssicherheit und Gesundheit

Der Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeitenden sowie auch der weltweiten Kundschaft und des Umfelds wird grösste Beachtung geschenkt. Die Vorgaben in der Beschaffung, sei es direkt oder indirekt, in der Produktion, im Vertrieb und auch im Gebrauch der Produkte entsprechen nicht nur den strengsten internationalen Gesetzen und Richtlinien (u. a. Richtlinien der ILO International Labour Organization, SA 8000, lokale Arbeitsgesetze etc.), sondern auch den eigenen weitergehenden Standards, welche kontinuierlich ausgebaut und verbessert werden. 

 

GRI Angabe 403-2

Gefahrenidentifizierung
Software für das Management von gefährlichen Stoffen

Die Swatch Group setzt die interne Einführung einer Software zur Verwaltung von Sicherheitsdatenblättern fort, die eine digitale Aufbereitung der in diesen Dokumenten enthaltenen Informationen ermöglicht. Diese Vorgehensweise zielt auf eine einfache und moderne Bereitstellung von Chemikaliensicherheitsdaten für alle Mitarbeitende ab. Sie vereinfacht zudem die Qualitätssicherung der verwendeten Materialien, um den immer strengeren gesetzlichen Vorgaben zu genügen. Die Software ermöglicht insbesondere die Erstellung von Etiketten zur Kennzeichnung von Chemikalien in den Fabriken, die Erstellung von Arbeitsplatzkarten mit den einzuhaltenden Anweisungen in Bezug auf bestimmte Chemikalien sowie die Erstellung aktueller Verzeichnisse aller verwendeten Chemikalien und ihrer Gefahrenklassifizierungen.

GRI Angabe 403-4

Einbindung von Mitarbeitenden 
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind angehalten, alle ihnen auffallenden sicherheitsrelevanten Tatbestände im Betrieb zu melden. Diese Verhaltensweise wird vom Konzern unterstützt und gehört zur Sicherheitskultur der Swatch Group. Der Arbeitgeberverband der Schweizer Uhrenindustrie CP (Convention patronale de l’industrie horlogère suisse) begleitet und unterstützt die Unternehmen im Bereich Gesundheit und Sicherheit am Arbeitsplatz. Der Gesamtarbeitsvertrag der schweizerischen Uhren- und Mikrotechnikindustrie setzt sich ebenso für die Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz ein.

 

GRI Angabe 403-5

Mitarbeiterschulungen
Unter anderem werden regelmässige Schulungen und Trainings zu Themen wie Qualität, Sicherheit am Arbeitsplatz, Umgang mit gefährlichen Substanzen, Feuerschutz, Schutz vor Nichtbetriebsunfällen sowie Schutz vor Belästigung organisiert und durchgeführt. Die Sicherheitsbeauftragten in den einzelnen Konzerngesellschaften und weitere relevante Personen des Unternehmens werden regelmässig geschult, auch unter Einbezug externer privater und staatlicher Fachorganisationen. Zudem erfolgt ein Austausch von Best Practices zwischen den Unternehmen der Swatch Group. Es werden zusätzlich jährlich zwei bis drei Sicherheitstage unter der Leitung des OH&S Managers des Konzerns mit den Sicherheitsverantwortlichen zum Zweck der Schulung und Weiterbildung durchgeführt.

GRI Angaben 103–2, 103–3, 404–2

Aus- und Weiterbildung

Mitarbeiterentwicklung, von der Lehre über die Weiterbildung bis hin zu höheren Qualifikationen für die Führungsebene

Mitarbeitende werden in einer Vielzahl an Berufen beschäftigt, und zwar auf allen Qualifikationsstufen. Allein das Beispiel des Uhrmachers bietet unterschiedliche Berufsprofile, vom Uhrmacher Produktion mit eidgenössischem Fähigkeitszeugnis bis zum spezialisierten Uhrmacher für Komplikationen (hochkomplizierte Uhrwerke) oder hochspezialisierte Restaurationsarbeiten.

Als vertikal vollständig integriertes Unternehmen deckt die Swatch Group eine breite Palette an Kompetenzen und Fähigkeiten ab: vom Produktdesign und der Entwicklung über die Herstellung von Einzelteilen, die Produktion von Uhrwerken bis hin zur fertigen Uhr und schliesslich Vermarktung, Kundenbetreuung und After-Sales-Service. Allein im Fertigungsbereich werden zahlreiche Spezialisten beschäftigt, wie Mechaniker, Décolleteure, Goldschmiede, Rouleure, Polierer, Graveure, Monteure, Miniaturmaler, Gemmologen, Metallurgen, Verfahrenstechniker, Chemiker, Physiker, Laborexperten, Oberflächenbeschichter, Experten für numerische Simulation, Mikroelektronik, Elektronik, Ingenieure aller Art usw. Auf der Marktseite gibt es nicht nur hochspezialisierte Vertriebs- und Kundendienstmitarbeitende sondern auch die Mitarbeitenden im Backoffice, vom Marketing über die Logistik, das Finanzwesen, die Rechtsabteilung, das Controlling und IT-Spezialisten für alle automatisierten Prozesse über die gesamte industrielle Integration und alle Marken. Von den Uhrmachern bis zu den Köchen in den Mitarbeiterrestaurants ergibt sich eine Vielfalt von über 200 verschiedenen Berufen innerhalb der Gruppe.

SDG Quality Education

Berufliche Grundausbildung.