Soziales
GRI 3-3
Mitarbeitende, Diversität und Chancengleichheit
Die Swatch Group ist ein multinationales Unternehmen mit weltweit rund 31 800 Mitarbeitenden und eigenen Niederlassungen in über 30 Ländern. Ausserdem hat die Swatch Group ein weltweites Vertriebsnetz und verkauft ihre Produkte in mehr als 160 Ländern.
Swatch Group Mitarbeitende stammen aus verschiedensten Ländern und gehören unterschiedlichen Ethnien, Religionen, sexuellen Orientierungen oder sozialen Status an. In jeder Tochtergesellschaft gibt es eine interkulturelle Mischung von Menschen mit den unterschiedlichsten Hintergründen, Bildungsniveaus, Fähigkeiten und Talenten. Das Leben dieser Vielfalt und die Integration in ein grösseres Ganzes, die Swatch Group Familie, ist essenziell für das Gelingen des Unternehmens.
Respekt, Fairness und Gleichbehandlung sind die Grundregeln innerhalb der Belegschaft und ein zentraler Erfolgsfaktor für die Matrix-Organisation der Swatch Group. Darüber hinaus wird die Offenheit und Transparenz von Informationen im gesamten Unternehmen gefördert. Mitarbeitende und Anspruchsgruppen wissen, dass der Konzern in den Erhalt von Arbeitsplätzen sowie die Gesundheit und das Wohlbefinden der Mitarbeitenden investiert, auch in Krisenzeiten.
Diversität
Die Swatch Group bekennt sich zur Förderung der Diversität der Mitarbeitenden und insbesondere zur Erhöhung des Frauenanteils in Managementpositionen. Der Frauenanteil in der Gesamtbelegschaft lag per Ende 2025 bei 49%, in Managementpositionen bei 38%, wobei der Anteil beim unteren und mittleren Management überproportional hoch ist. Da Kaderstellen überwiegend intern rekrutiert werden, sind die Voraussetzungen gegeben, den Frauenanteil in höheren Managementpositionen langfristig nachhaltig zu erhöhen.
GRI 405–2
Equal Pay und Lohnscreenings
Vor dem Hintergrund des Gleichstellungsgesetzes und der Verordnung über die Überprüfung der Lohngleichheitsanalyse in der Schweiz führt die Swatch Group eine jährliche Lohngleichheitsanalyse durch, die einer wissenschaftlichen und rechtskonformen Methodik folgt.
Um die Stichhaltigkeit und Zuverlässigkeit der Analysen zu gewährleisten, hat sich die Swatch Group zudem einer eingehenden Prüfung durch einen zertifizierten externen Auditor unterzogen.
Die Swatch Group verwendet das Standard-Analyse-Tool Logib, das methodisch auf einer semi-logarithmischen OLS-Regressionsanalyse basiert und vom Eidgenössischen Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann qualifiziert wurde. Die Analyse prüft im direkten Vergleich aller Arbeitnehmenden unterschiedlichen Geschlechts, ob und, wenn ja, welcher Teil einer Lohndifferenz nicht durch objektive, lohnrelevante und nichtdiskriminierende Faktoren (Ausbildung, Dienstalter, Erfahrung, Anforderungsniveau und berufliche Stellung) erklärt werden kann.
Für die Analyse wird für alle Arbeitnehmenden das Monatsgehalt standardisiert, damit dieses einer Vollzeitstelle mit der modalen betriebsüblichen wöchentlichen Arbeitszeit des Unternehmens entspricht.
Wird die Nullhypothese mit einem statistischen Signifikanzniveau von 5% nicht verworfen (oder zu 95% angenommen), so besteht keine Annahme zu einer Lohndiskriminierung. Andernfalls wird geprüft, ob allenfalls eine Lohndifferenz von über 5% besteht, was die Toleranzschwelle einer Lohndiskriminierung überschreiten würde.
Die Swatch Group hat alle Schweizer Gesellschaften für den Referenzmonat Dezember 2024 mit der Logib-Analyse überprüft.
Es wurden keine Feststellungen gemacht, dass eine der 31 Schweizer Gesellschaften mit über hundert Arbeitnehmenden die Toleranzschwelle einer Lohndiskriminierung überschreiten würde.
Bei 14 schweizerischen Gesellschaften mit einer Belegschaft unter hundert Mitarbeitenden hat die Swatch Group, auch wenn nicht vom Gesetzgeber vorgegeben, dieselbe Analyse und Methodik vorgenommen. Auch bei diesen schweizerischen Einheiten wurden keine Feststellungen gemacht, dass eine der 14 geprüften Gesellschaften die Toleranzschwelle einer Lohndiskriminierung überschreiten würde.
Ergebnisse der Lohnanalyse
| Segment | Lohndifferenz1 |
| Watches & jewelry | 2% |
| Production | 2% |
| Electronic systems | 0% |
| General services | 1% |
1. Alle Werte liegen unter dem statistischen Signifikanzniveau von 5%.
Auch bei ausländischen Gesellschaften wurden Lohngleichheitsanalysen vorgenommen, sofern dies vom lokalen Gesetz vorgesehen ist. Bei den analysierten ausländischen Einheiten wurden keine Feststellungen gemacht, wonach die Toleranzschwelle einer Lohndiskriminierung überschritten würde. Basierend auf den neuesten verfügbaren Zahlen, werden durch die Lohnanalysen 69% der Belegschaft erfasst (Schweiz 100%).
↗ Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten 82 bis 83 des aktuellen Nachhaltigkeitsberichts.
GRI-407–1
Vereinigungsfreiheit und Tarifverhandlungen
Die Swatch Group wendet bei der Mehrheit seiner Schweizer Gesellschaften den Gesamtarbeitsvertrag (GAV) für die Schweizer Uhren- und Mikrotechnikindustrie an, der mit dem Arbeitgeberverband der Schweizerischen Uhrenindustrie und den Gewerkschaften UNIA und SYNA abgeschlossen wurde. Der Gesamtarbeitsvertrag wurde erstmals 1937 eingeführt. Die 16. Ausgabe dieses GAV wurde im Mai 2024 für den Zeitraum vom 1. Juli 2024 bis zum 31. Dezember 2029 vereinbart. Er regelt insbesondere Arbeitszeiten, Mindestlöhne, die Entschädigung bei Abwesenheit, modulierte Pensionierung sowie den Kündigungsschutz. Er gilt für rund 15 000 Beschäftigte des Konzerns.
Unternehmen, die ausserhalb dieses GAV und im Ausland tätig sind, werden angehalten, das Arbeitsgesetz des Landes und der betreffenden Region vollständig einzuhalten und insbesondere die Vereinigungsfreiheit, das Recht auf Tarifverhandlungen und die Mindestlöhne zu garantieren. Alle Tochtergesellschaften haben sich dazu verpflichtet. Das Risiko einer Verletzung der Vereinigungsfreiheit wird als gering eingeschätzt.
↗ Zum Arbeitgeberverband der Schweizerischen Uhrenindustrie siehe auch S. 20 des aktuellen Nachhaltigkeitsberichts.
GRI 2-30
Tarifverträge
| Headcounts | Total | abgedeckte Mitarbeitende | Anteil |
| TOTAL | 31 796 | 20 506 | 64% |
| davon Schweiz | 15 808 | 15 266 | 97% |
| davon international | 15 988 | 5 241 | 33% |
| NACHWUCHSPROGRAMMEEine Investition in die Zukunft Die Sicherung von Fachwissen und die Förderung von Talenten aus den eigenen Reihen sind zentrale Elemente für den Werkplatz Schweiz. Mit den internen Nachwuchsprogrammen schafft ETA die Grundlage für eine langfristige Personalentwicklung und stärkt gleichzeitig die Nachwuchssicherung sowie die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. Bis zu zehn Mitarbeitende pro Jahr erhalten die Möglichkeit, sich für eine neue berufliche Herausforderung zu qualifizieren. Das Programm startet jährlich und umfasst eine externe Ausbildung mit anerkanntem Abschluss – entweder einen eidgenössischen Fachausweis, ein Diplom einer Höheren Fachschule oder eine gleichwertige Ausbildung. Zur Auswahl stehen verschiedene Programme in den Bereichen Maschinenunterhalt, Arbeitsvorbereitung und Logistik. Neben der fachlichen Qualifikation wird grosser Wert auf praxisnahe Anwendung gelegt. Ein breit abgestütztes Programm mit internen Projekten, Workshops, Praktika und Mentoring unterstützt die Teilnehmenden dabei, ihre Kompetenzen gezielt auszubauen. Ziel ist es, dass die Mitarbeitenden während der Ausbildung verantwortungsvolle Aufgaben im jeweiligen Bereich übernehmen. Die Teilnahme am Programm fördert damit aktiv die interne Mobilität und eröffnet neue Perspektiven.
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