OMEGA Seamaster Planet Ocean Ultra Deep Professional

OMEGA Seamaster Planet Ocean Ultra Deep Professional

Die tiefste Uhr der Welt

Die bahnbrechende Technologie hinter dem Rekord-Tauchgang

Als der Abenteurer Victor Vescovo Anfang 2019 sein U-Boot Limiting Factor auf den Grund des Marianengrabens steuerte, setzte er mit einer Tauchtiefe von 10 928 Metern einen neuen Weltrekord. Mit dabei – und auch in der Tiefsee perfekt präzise – war die Seamaster Planet Ocean Ultra Deep Professional von Omega.

Über Five Deeps

Die weltweit erste bemannte Expedition zum tiefsten Punkt in jedem der fünf Ozeane ist die Idee des Abenteurers und Tauchpiloten Victor Vescovo. An der Oberfläche wacht das Expeditionsschiff DSSV Pressure Drop, ausgestattet mit einem hochauflösenden Tiefensonar. Im Zentrum der eigentlichen Action steht jedoch die DSV Limiting Factor, ein von Triton gebautes Tauchboot, das von der internationalen Seefahrtsbehörde DNV-GL für ausgedehnte, wiederholte Tauchgänge in aussergewöhnlichen Tiefen zertifiziert wurde. Auf dem Meeresboden sammeln drei «Lander» wichtige wissenschaftliche Daten.

OMEGAs ruhmreiche Taucheruhrentradition

Unsere Reise beginnt 1932 mit der Lancierung der ersten Taucheruhr für jedermann – der Omega «Marine». Der Zeitmesser wurde vom amerikanischen Forscher Charles William Beebe verwendet, dem Erfinder der «Bathysphere», eines kugelförmigen U-Boots, das Menschen in die Tiefen des Ozeans transportieren konnte. Die «Marine» leistete Beebe auf seinem historischen 14-Meilen-Tauchgang in den 1930-er Jahren gute Dienste.

1948 war das Geburtsjahr der Seamaster, die von britischen Piloten und Seeleuten wegen ihrer Wasserdichtigkeit und ihrer Zuverlässigkeit im Kampf sehr geschätzt wurde. 1957 lancierte Omega seine Seamaster 300 – eine Uhr, die speziell für Taucher und unter Wasser arbeitende Fachkräfte entworfen wurde.

Die unverwechselbare «Ploprof» von Omega entstand 1970 und wurde vom legendären Jacques-Yves Cousteau auf seinen Tauchgängen getestet.

Die Seamaster 1000 erschien 1971 – und ein Jahr später wurde Omegas Seamaster 120 «Big Blue» geboren. Als der Freitaucher Jacques Mayol 1981 einmal tief einatmete und sich anschliessend auf eine Weltrekordtiefe von 101 Metern absinken liess, trug er eine Seamaster 120 am Handgelenk.

Die äusserst beliebte Seamaster Diver 300M kam 1993 auf den Markt, und zu ihrem 25-Jahre-Jubiläum wurde 2018 eine neu designte Version des Klassikers vorgestellt.

Doch gehen wir noch einmal etwas zurück, ins Jahr 2005, das einen wichtigen Anfang in Fder Geschichte der Ultra Deep markiert. In diesem Jahr erschien die erste Planet Ocean.

«Ich trug die Omega Marine im Pazifik in einer Tiefe von 14 Metern, wo der Druck doppelt so hoch ist wie normal. Ihre Wasser- und Staubdichtigkeit sowie ihre Korrosionsbeständigkeit sind ein echter Fortschritt für die Wissenschaft der Uhrmacherei.»
Charles William Beebe

OMEGA taucht tiefer

Die Seamaster Planet Ocean Ultra Deep Professional

Entwicklung

Die Herstellung einer professionellen Taucheruhr gehört für den Schweizer Uhrenhersteller zum Tagesgeschäft, aber um einen Zeitmesser zu entwickeln, der für die Five-Deeps-Expedition geeignet ist, musste man bei Null anfangen und gewisse Risiken eingehen. Es hat sich gelohnt! Omega lotete die Grenzen des Machbaren in der Uhrmacherkunst aus und schaffte es, eine bahnbrechende Technologie zu entwickeln, die nicht nur zweckmässig war, sondern in Zukunft auch für die Taucheruhrenfertigung angepasst werden könnte.

Tiefentauglich und doch überraschend flach

Eine Uhr muss nicht enorm gross sein, um extremen Belastungen standzuhalten. Omega ist es gelungen, die Dicke des Zeitmessers auf weniger als 28 Millimeter zu begrenzen – ohne dabei seine aussergewöhnliche Widerstandsfähigkeit zu beeinträchtigen. Der Erfolg musste jedoch hart erkämpft werden. Um sicherzustellen, dass die Belastung des Uhrengehäuses innerhalb der zulässigen Grenzen blieb, wurde Omegas Ultra Deep einer umfangreichen Finite-Elemente-Analyse unterzogen.

Gefertigt für – und aus – Limiting Factor

Der Druckkörper der Limiting Factor aus Titan der Güteklasse 5 erforderte die Entwicklung einer fortschrittlichen neuen Schmiedetechnik und eine völlig schweissnahtfreie Konstruktion. Lünette, Gehäuse, Gehäuseboden und Krone bestehen aus verarbeiteten Ausschussteilen vom Rumpf des Tauchboots. Diese Teile tragen DNV-GL-Stempel, welche die Herkunft, die Eigenschaften und die Qualität des Materials bescheinigen.

Bullaugendesign

Die Konstruktion der Bullaugen ist ein wichtiger Schritt in der Entwicklung eines Tauchfahrzeugs.

Die Lastaufnahmefläche der Bullaugen der Limiting Factor wurde so ausgelegt, dass der Druck auf die Innenkanten des Kegels, wo die Belastungen am grössten sind, minimiert wird.

Ähnlich wie bei den Bullaugen eines U-Boots ist auch bei einer Tiefseetaucheruhr die Verbindung von Saphirglas und Gehäuse ein kritischer Punkt. Um die Belastung möglichst breit zu verteilen, liess sich Omega vom Kegeldesign der Limiting-Factor-Bullaugen inspirieren und verwendete Liquidmetal®, um eine robuste und doch flexible Verbindung von Saphirglas und Gehäuse sicherzustellen. Dank dieser innovativen, zum Patent angemeldeten Heissformbindung konnte auf den Einsatz von Polymerdichtungen verzichtet und die Dicke des Saphirglases reduziert werden.

Gehäuseboden und Krone

Bandanstösse im Rochen-Design

Die Bandanstösse der Seamaster Planet Ocean Ultra Deep Professional sind vollständig in das Titangehäuse integriert und bleiben offen, um das Risiko zu verringern, dass beim Tiefseetauchen Materialbelastungsgrenzen überschritten werden, da sowohl die Uhr als auch das Armband hohen Traktionslasten ausgesetzt sein können. Wegen ihres markanten Designs werden sie auch «Manta»-Bandanstösse genannt.

Die Rückseite der Ultra Deep

Das Expeditionslogo befindet sich im Zentrum des Gehäusebodens, eingerahmt von konzentrischen Kreisen, welche die Multi-Beam-Sonartechnologie symbolisieren. Relevante Informationen wie Modell, Referenznummer, Materialien, DNV-GL-Zertifizierung sowie die Worte «tested 15,000m 49212ft» (getestet bis zu einer Tiefe von 15 000 Metern bzw. 49212 Fuss) sind alle lasergraviert.

Fest fixiert

Drei Zeitmesser des Typs Omega Seamaster Planet Ocean Ultra Deep waren beim Tauchgang dabei: Zwei waren an den Greifarmen des Tauchboots fixiert, eine an einem Lander. Bei der Wahl des Armbandmaterials knüpfte Omega an seine Erfahrung in der Raumfahrt an. Die Kombination aus Polyamidarmband und Klettverschluss ist eng mit den Armbändern verbunden, die bei den Apollo-Missionen zum Einsatz kamen.

Noch härtere Tests

Alle Uhren wurden im Werk von Triton Sub in Barcelona unter Anwesenheit eines DNV-GL-Experten druckgeprüft. Der gewählte Maximaldruck entspricht den im Marianengraben erforderlichen Toleranzen, aber um sicherzugehen und den Normen für Taucheruhren zu entsprechen, bestand Omega darauf, eine 25-prozentige Sicherheitsmarge hinzuzufügen, was bedeutete, dass die Uhren bei unglaublichen 1500 bar / 15 000 Metern perfekt funktionieren mussten.

Nachdem die Omega Seamaster Ultra Deep die Tests bei Triton bestanden und den Belastungen am tiefsten Ort der Erde erfolgreich standgehalten hatte, wurde sie dem härtesten Testverfahren der Uhrenindustrie unterzogen. Nach der Rückkehr von ihrem Tauchgang mussten sich die drei Exemplare während zehn Tagen den strengen Prüfungen des Eidgenössischen Instituts für Metrologie (METAS) stellen. Trotz der extremen Unterwasserexpedition, die hinter ihnen lag, erhielten alle drei das Master-Chronometer-Zertifikat verliehen.

 

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