Geleitwort der Präsidentin
Rede von Nayla Hayek, Präsidentin des Swatch Group Verwaltungsrates, anlässlich der Ordentlichen Generalversammlung vom 12. Mai 2026 in Biel (BE), Schweiz.
Es gilt das gesprochene Wort.
Meine sehr verehrten Damen und Herren, meine verehrten Mitaktionärinnen und Mitaktionäre,
Ich werde mich heute kurz fassen, da wir ja einige Zeit brauchen werden an der heutigen Generalversammlung, um alle Anträge abzuhandeln.
Sie haben alle mein Vorwort zu unserem Geschäftsbericht 2025 gesehen und wahrscheinlich gelesen. Ich möchte darum nicht zu lange auf das Jahr 2025 zurückkommen, es war ein schwieriges Jahr, wie auch der Beginn des Jahres 2026. Wir alle hoffen, dass sich im Jahr 2026 viele politische und geopolitischen Komplikationen lösen werden und ein normaleres Leben möglich wird.
Ich möchte mich wieder einmal bei unseren langjährigen und langfristig denkenden Aktionären und Aktionärinnen bedanken, die uns seit Jahren begleiten und unsere langfristige Strategie unterstützen.
Da wir dieses Jahr an der Generalversammlung wieder nur elektronisch verbunden sind, möchte ich Ihnen dazu mitteilen, dass die Firma Nimbus die schon lange unser Partner ist in der Organisation unserer Generalversammlungen, dieses Jahr ein neues System zur Akkreditierung, das heisst zur Zulassung und Registrierung an die physische Generalversammlung, eingeführt hat. Dieses System haben wir uns angeschaut und auch geprüft. Dieses würde es uns nun ermöglich, die sehr grosse Anzahl an Aktionären in einem akzeptablen und vertretbaren Zeitraum am Eingang zu einer physischen Generalversammlung zu akkreditieren. Das heißt für uns, wir können nächstes Jahr die Durchführung einer physischen Generalversammlung wieder ins Auge fassen. Unsere diesjährige GV-Uhr hat ja schon das Motto MIR, IHR, ZÄME, wie Sie auf dem Bild ersehen können.
Also nun ein Wort zu der heutigen Generalversammlung und den Anträgen.
Die langfristige Strategie des Verwaltungsrates ist klar. Unsere Produktion, wohl verstanden Swiss Made, unsere Mitarbeiter und unsere Kunden haben Priorität und nicht wie von einigen Investoren gefordert unser Aktienkurs und die Dividende. Jeder von uns ist froh und profitiert von höheren Aktienkursen und Dividenden, aber es darf nicht unsere prioritäre Strategie sein. Wie mein Vater schon sagte, wir verkaufen Uhren und keine Aktien.
Nun fordert ein aktivistischer Investor, dass er in unseren Verwaltungsrat aufgenommen werden soll. Warum? Weil er als Priorität die Steigerung des Aktienkurses und der Dividende im Auge hat. Also eine klassische kurzfristige Strategie nur mit dem Ziel der Profitmaximierung, um genau unsere langfristige Strategie in eine kurzfristige Strategie umzuwandeln. Er erfüllt keinerlei unserer Kriterien, um in unseren Verwaltungsrat vorgeschlagen zu werden, dies tut aber unser Kandidat Herr Rickenbacher vollumfänglich. Aber nicht genug damit, er verklagt auch noch das Gremium, mit dem er in Zukunft zusammenarbeiten will.
Darum steht der Verwaltungsrat klar hinter unserem Vorschlag, Wahl von Herrn Rickenbacher in den Verwaltungsrat, und ist gegen die Wahl von Herr Wood in den Verwaltungsrat.
Und um dies dann noch für die Zukunft zu betonieren, schlägt er dann auch gleich noch Statutenänderungen vor, die die sogenannte Macht des Hayek Pools brechen sollen.
Ich bin sehr stolz auf meinen Vater und auf unsere Familie. Und wenn ich Familie sage, dann meine ich unsere Swatch Group, unsere Mitarbeiter, unsere langfristigen Aktionäre und unsere Kunden. Unser Verwaltungsrat wird angegriffen, weil er eine langfristige Strategie verfolgt. Die eben unabhängig ist von der reinen Profitgier.
Der Hayek Pool ist ein Garant dafür, dass die Swatch Group und die Schweizer Uhrenindustrie der Schweiz erhalten bleiben.
Unsere Firma ist ein Juwel, nicht nur wegen den vielen Marken in allen Segmenten- und nicht nur im Luxus, unsere Firma zeigt auch eine sehr starke konsolidierte Bilanz, mit einer sehr hohen Eigenkapitalquote von 87,1%, und dies ohne jeglichen aktivierten Goodwill, ohne Kapitalisierung der Marken oder Patente in der Bilanz -und wir werden gemeinsam nicht zulassen, dass dieses Juwel von einigen aktivistischen Investoren, die nur auf kurzfristige Profitgier aus sind, zerstört wird.
Darum zähle ich auf Sie, unsere langjährigen und langfristig denkenden Aktionäre diese vorgeschlagenen Statutenänderungen abzulehnen.
Vielen Dank, und damit gebe ich das Wort an meinen Bruder Nick Hayek CEO der Swatch Group.
Nayla Hayek
Präsidentin des Verwaltungsrates der Swatch Group
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